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Wissen |
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Wichtige Frage und Antworte
Was ist Photovoltaik?
Sonnenenergie wird mit Hilfe von Solarmodule in elektrische Strom umgewandelt, welcher entweder ins öffentliche Netz eingespeist wird (Netzgekoppelte Anlage) oder, bei einer Inselanlage, direkt im Haushalt verbraucht wird.
Warum sollte ich für eine Photovoltaikanlage Geld investieren?
Solarstrom ist kostenlos und finanziell rentabel. Sie nutzen die unerschöpfliche Sonnenenergie und schuntzen sie so unsere Umwelt.
1 kWp Solarstromanlage erspart den Umwelt im Jahr mehr als 500 kg CO2 Ausstoß. Sie bekommen eine Einspeisevergütung 20 Jahre lang.
Steigende Energiepreise machen Solaranlagen jetz und in Zukunft immer sinnvoller. Die Sonne stellt keine Rechnung! Je eher Sie Ihre Solaranlage bauen, desto mehr Energie können Sie von derSonne ernten und damit Geld verdienen.
Wie lange dauert eine Photovoltaikanlage?
Die Lebenserwartung einer Photovoltaikanlage ist länger als 30 Jahre. Modulhersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren auf eine Mindestleistung von 80%.
Wie viele Energie erzeugt eine Photovoltaik-Anlage?
Eine Photovoltaik-Anlage mit 1KWp benötigt etwa Fläche von 10m² und erzeugt einen Energieertrag von 850 bis 1000 kWh pro Jahr.
Ist mein Dach geeignet?
Die Ausrichtung sollte von Süd-Ost bis Süd-West sein und eine Neigung zwischen 30° und 60° haben. Die Module dürfen nicht durch Dachaufbauten, Bäume oder andere Gebäude verschattet werden!
Optimale Bedingungen sind eine Ausrichtung nach Süd mit einer Neigung von 30 Grad. Bei Abweichungen vom Optimum bertägt der Ertragsverlust vertretbare 5%. Bei einer Fassadenanlage liegt der Ertrag ca. 25% niedriger. Von der Montage einer Solaranlage auf Satteldächern mit West-Ost Ausrichtung (90° Abweichung zur Südrichtung) ist dagegen eher abzuraten.
Bei einem Flachdach können die Module durch Aufständerung optimal ausgerichtet werden.
Wird es beschädigt?
Durch spezielle Dachhaken, die auf die Dachsparren geschraubt werden, wird Ihr Dach nicht beschädigt. Die Anlage lässt sich problemlos demontieren und Ihr Dach ist wieder wie vorher.
Wie schwer ist es eine Anlage selbst zu aufbauen und zu installieren?
Die Installation ist relativ einfach. Mit etwas handwerklichen Geschick und keine Angst vor Arbeiten auf dem Dach, können das Montagegestell und die Module in ca. 2,5 Tagen montiert werden. Die elektrischen Verbindung sind durch Steckverbinder kinderleicht und sicher herzustellen. Für den Anschluss an das Hausnetz müssen Sie einen zugelassenen Elektriker beauftragen und von Ihrem Energieversorger den Einspeisezähler montieren lassen. Dann ist die Photovoltaik-Anlage bereit zum Geld verdienen.
Benötige ich eine Baugenehmigung?
Für Dachanlagen sind im allgemeinen keine Baugenehmigungen erforderlich. Ausnahmen sind Baudenkmal geschützte Gebäude und sogenannte Gestaltungssatzungen für bestimmte Wohngebiete oder wenn Form und Neigung der Solaranlage extrem von der Dachform des Gebäudes abweichen. Im Zweifel imformieren sie sich und/oder sprechen Sie vorab mit dem für Sie zuständigen Bauamt.
Freilandanlagen benötigen in jedem Fall eine Baugenehmigung.
Wie hoch sind meine jährlichen Kosten?
Die laufenden Kosten einer Photovoltaikanlage bestehen z.B. aus Zählermiete für Einspeisezähler und Versicherung.
Überschläglich betragen die Betriebskosten weniger als 1% der Anschaffungskosten.
Liefern die PV-Module auch bei bewölktem Wetter Strom?
Photovoltaikanlagen nutzen sowohl direkte Sonneneinstrahlung als auch diffuses Licht. Sie arbeiten also auch bei bedecktem Himmel, allerdings ist der Ertrag wesentlich geringer.
Muss der erzeugte Strom ins Netz eingespeist werden?
Der Strom kann auch im eigenen Haushalt verbraucht und nur der Überschuss ins Netz eingespeist werden. Wirtschaftlich macht das jedoch keinen Sinn, denn den für den Haushalt benötigten Strom beziehen zu wesentlich günstigeren Konditionen.
Ausnahme bilden die sogenannten Inselanlagen. Den über Ihre PV-Anlage erzeugten Strom nutzen Sie zu 100% selbst. Diese Anlagen sind gedacht für Objekte bei denen keine öffentliche Stromversorgung zur Verfügung steht.
Was passiert, wenn das öffentliche Netz ausfällt?
Der PV-Wechselrichter wird keinen Strom mehr an das Netz liefern. Dies ist erforderlich, um die Systemsicherheit zu gewährleisten. Durch das sogenannte ENS System wird die Einspeisung innerhalb kürzester Zeit unterbrochen, wenn das Netz abgeschaltet wird.
Was ist ein Wechselrichter?
Der Wechselricter ist nach den PV-Generator die zweite zentrale Komponenteeiner netzgekoppelten Solarstromanlage. Er wandelt den von den Salarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Beste Erträge werden durch die perfekte Abstimmung der Solarmodule und Wechselrichter erzielt.
Wo soll der Wechselrichter montiert werden?
Für den größten Wirkungsgrad der Anlage sollte der Wechselrichter möglichst in einem kühler Raum (Dachboden oder Keller) installiert werden. Hitze ist schädlich für den Wechselrichter.
Alle Wechselrichter sind mit einer passiven oder aktiven Kühlung versehen. Die Warmluft sollte ungehindert in den Raum abgegeben werden können.(Nicht in einem Schrank einbauen).
Für welches Modul soll ich mich entscheiden?
Die Auswahl des Modultyps ist von der zur Verfügung stehenden Dachfläche und Neigung sowie von der Ausrichtung abhängig.
Derzeit werden drei Grundtypen angeboten.
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| Module Typ |
Beschreibung |
Wirkungsgrad |
Dachfläche pro kwp |
| Schrägdach 40° |
Flachdach |
| monokristalline Module |
- gute Stromausbeute auch bei Verschattung und diffusen Licht
- höhere Investitionskosten |
14 - 17% |
ca. 10m² |
ca. 30m² |
| polykristalline Module |
- Häufigste Modulenart, da das Preis-Leistung-Verhältnis am güngstigsten. |
13 - 15% |
ca. 10m² |
ca. 30m² |
amorph
Dünnschicht Module |
- günstige Anschaffungskosten
- 10-15 % mehr Ertrag als kristalline Module. |
5 - 7% |
ca. 20m² |
ca. 60m² |
Was bedeutet Wirkungsgrad?
Gibt das Verhältnis von abgegebener Leistung zur eingestrahlten Leistung eines Solarmoduls bezogen auf die Modulfläche an.
Beispiel:
Moduldaten: Größe: 1600x800 mm; Leistung: 170 Watt
Die Leistung des Moduls entspricht: 132,8 Watt/m²
Somit ergibt sich ein Wirkungsgrad von ca. 13,3 %
Der Wirkungsgrad sagt aber nichts über die Erträge eines Moduls aus .
Wie groß soll die PV-Anlage sein(netzgekoppelte Photovoltaikanlage)?
Da netzgekoppelte Solarstromanlagen in Gegensatz zu Inselsystemen nicht die alleinige Versorgungssicherheit gewährleisten müssen, können Sie die Größe Ihres Solargenerator nach verschiedenen Kriterien auswählen:
1-nach der nutzbaren Fläche:
Bei den üblichen kristallinen Solarmodulen benötigen Sie etwa 8-10m² Fläche pro Kilowatt Spitzenleistung(1kWp) der Solaranlage, bei Dünnschichtsolarmodulen etwa die doppelte Fläche.
2-nach dem verfügbaren Investitionsbudget:
Je nach Anlagengröße, Technik, Qualität und Ausstattung kostet 1kWp installierte Leistung zurzeit etwa 4500 bis 6000€.
3-nach dem gewünschten Energie Energieertrag:
In Deutschland können Sie bei günstiger Lager bis zu 1000kWh Solarstrom pro Kilowatt Anlagenleistung (Spitzenleistung) ernten. Übliche Anlagen im privaten Bereich haben Leistungen zwischen 1 und 10 kWp, im landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich etwa 10 bis 100 kWp. Darüber hinaus handelt es sich meist um Großanlagen die von mehreren Betreibern, Betreibergesellschaften oder Fondgesellschaften betrieben werden.
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| Insel Photovoltaik-Anlage |
Wie groß soll das Solarmodul sein?
I Insel Solarstrom-Anlage werden am meistens im Freizeitbereich nur im Sommer genutzt. Aus diesem Grund wird der durchschnittliche Ertrag pro Tag im Sommer angegeben. Das ergibt nach jahrelangen Messungen, z.B. für ein 50Wp Solarmodul einen durchschnittlichen Ertrag im Sommer von ca. 200Wh/d.
Damit kann man nun rechnen: z.B. durchschnittlich fünf Stunden Farbfernsehen (40Wh), oder 20 Stunden Licht mit einer 10 Watt Stromsparlampe.
Ermitteln Sie Ihren persönlichen Verbrauch
Die Größe einer PV-Anlage wird nach der Leistung des Solargenerators in Wpeak (Wp) angegeben. Dieser Wert beschreibt die Modulleistung unter genormten Testbedingungen
(1 W/m² Einstrahlung, 25 °C Modultemperatur, AM=1.5).
Wh/d Wattstunden pro Tag = Durchschnittlicher Tagesertrag in Deutschland im Sommer
200 Wh/d entsprechen ca. 50 Wp
Bei bewölktem Himmel, nicht Süd-Ausrichtung oder Verschattung ist die Leistung des Solargenerators dementsprechend geringer. |
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| Beispiel einer größeren Inselanlage |
| Verbraucher |
Verbrauch |
Dauer/d |
Summe |
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| Energiesparlampe |
10 W |
3 h |
30 Wh/d |
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| Radiorecorder |
20 W |
3 h |
60 Wh/d |
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| Kompressorkühlschrank |
15 W |
24 h |
360 Wh/d |
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| Fernseher |
40 W |
2 h |
80 Wh/d |
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| Sat - Anlage |
15 W |
3 h |
45 Wh/d |
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| Wasserpumpe |
40 W |
0,5 h |
20 Wh/d |
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Summe pro Tag 585 Wh/d |
| 10 % Zuschlag für Ladeverlust 59 Wh/d |
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Gesamtverbrauch 644 Wh/d |
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| Beispiel einer kleineren Inselanlage |
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| Verbraucher |
Verbrauch |
Dauer/d |
Summe |
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| Energiesparlampe |
10 W |
2 h |
20 Wh/d |
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| Radiorecorder |
20 W |
4 h |
80 Wh/d |
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| Kompressorkühlschrank |
Gas |
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| Wasserpumpe |
40 W |
0,5 h |
20 Wh/d |
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Summe pro Tag 120 Wh/d |
| 10 % Zuschlag für Ladeverlust 12 Wh/d |
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Gesamtverbrauch 132 Wh/d |
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Wie groß soll die Batterie sein?
So bestimmen Sie Ihren individuellen Bedarf an Batteriekapazität
Um zu bestimmen, welche Solarbatterie für Ihren Bedarf geeignet ist, gehen Sie wie folgt vor:
1. Nehmen Sie den oben ermittelten täglichen Gesamtleistungsbedarf (Wh). Multiplizieren Sie ihn mit der Anzahl an Tagen, in denen das System auch ohne Sonneneinstrahlung den Gesamtleistungsbedarf sicherstellen soll (z. B. 2 Tage Systemautonomie). Das Ergebnis gibt den Gesamtenergiebedarf.
2. Addieren Sie nun zum Gesamtenergiebedarf zusätzlich 30% Kapazitätsreserve als Sicherheitsfaktor.
3. Die Summe ergibt die benötigte Batteriekapazität in Wattstunden (Wh).
4. Dividieren Sie nun diesen Wert durch die Batteriespannung (z.B.12V).
5. Das Ergebnis gibt die benötigte Batteriekapazität in Amperestunden (Ah) wieder.
6. Da die Batterie dauerhaft nur um ca. 50 % entladen werden darf, multiplizieren Sie den berechneten Ah-Wert mit dem Faktor 2.
7.Wählen Sie die passende Solarbatterie gemäß der ermittelten Kapazität sowie den für Ihren Anwendungszweck gewünschten Batterietyp (Blei-Säure oder Gel) aus.
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Bei Wochenendhäusern sollte man den Wochenverbrauch berechnen und mit einem größeren Batteriespeicher arbeiten.
Wattstunden (Wh) : 12 Volt (V) = Amperstunden (Ah)
Batterien sollten nur zu ca. 50 % entladen werden. |
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Wie groß der Laderegler sein? |
Die Größe des Ladereglers richtet sich nach den Wh/d bzw nach den Wp die Sie für Ihren Bedarf errechnet haben.
Es können mehrere gleiche Solarmodule an einen Laderegler angeschlossen werden. |
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